Aigen im Ennstal – Leoben

Heute Morgen scheint schon mal die Sonne. Ein guter Start! Werden es heute ja mindestens 90 km bis St. Michael in der Obersteiermark.

In der Früh um acht ist alles besonders grün. Mitte links ist der Campingplatz am Berg. Vielleicht fahre ich dort auf dem Rückweg wieder vorbei.

Vom Campingplatz aus empfehle ich die Straße über Döllach nach Liezen. Sehr gut ausgebaut und kein Verkehr. Da lohnt es sich nicht, den Umweg über die Feldwege zu fahren.
Bei Seizthal verschwindet die Autobahn, die mich ständig begleitet, kurz im Berg.

Ich stelle ich mir ab und zu die Frage, ob die Radwege in der Steiermark nur für E-Biker gemacht wurden. Bei Rottmann bestätigt sich mein Verdacht, dass ich nur den Berg hochfahren muss um in gleich wieder runter zu fahren. Das Segment der Bundesstraße, dass ich vermeide, scheint sehr gut ausgebaut und kaum befahren zu sein. Genauso wie bei Bad Aussee. Warum also der Umweg? In mir entwickelt sich die Idee auf dem Rückweg alle „überflüssigen“ Steigungen über die Bundesstraßen zu „umfahren“. Da gibt es ein paar. Oder nur Bundesstraßen? Wäre auch eine Herausforderung.
Die erste Rast gibt es dann in Gaishorn am See. Ein sehr idyllischer See mit einem kommunalen Campingplatz ohne Wirtschaftsgebäude.

Hier plane ich meine Übernachtung, da ich gestern niemanden erreicht habe.
Im Haus Gisela in St. Michael meldet sich niemand. Das Zimmer für 25 € wäre schon ein Schnäppchen. Ob es die überhaupt noch gibt? Bis heute Abend meldet sich auch keiner auf meine E-Mail hin. Das Gästehaus St. Michael bietet auch „günstige“ Zimmer für 59 € die Übernachtung an. Das muss doch günstiger gehen.
In Leoben finde ich dann das I AM HOTEL im Living Campus. Die Übernachtung für 41 € ohne Frühstück. Das passt. Da gibt es einen 24 Stunden Check In. Da brauche ich gar nicht anrufen. Die Übernachtung ist für mich geklärt.
Bei Traboch sehe ich auch einen VW Bus T2 abgemeldet unter der Brücke stehen.

Es geht immer die Autobahn entlang. Mal etwas weiter weg, dann näher und ab und zu fahre ich oben drüber oder unten durch. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, der Fahrradweg wurde so angelegt, dass er auf keinen Fall eine Bundestrasse entlang geht. Durch das ständige Kreuzen der Autobahn habe ich den Eindruck ich fahre „planlos“ quer durchs Land. Auf diesem Stück der Autobahn ist nicht viel los.

Ab St. Michael geht es ins Murtal.

Vorbei an blauen Blumen, die dort auffällig häufig vorkommen. Ich probiere mal meine App Flora Incognita aus, mit der man Pflanzen bestimmen kann. Tatsächlich finden sie die Pflanze. Toll, wieder ein schweres Buch, das man sich auf den Wanderungen sparen kann, das Pflanzenbestimmungsbuch. Damit habe jetzt auch ich als Laie die Möglichkeit festzustellen, was am Wegesrand blüht.

Ich komme in Leoben an und kurz nach der Ortsgrenze entschließe ich mich, es doch beim Campingplatz Hinterberg anzurufen. Es geht tatsächlich jemand ran und der Campingplatz hat auch offen. Nächster Zufall: er ist von meinem jetzigen Standort nur fünf Minuten weg.
In Österreich muss ohne Maske jetzt nur noch ein Abstand von einem Meter zwischen den Personen eingehalten werden. Darunter ist die Maske Pflicht. Aber nach einem der drei „G“s wird IMMER geschaut. Ich muss jedesmal meinen Impfpass vorzeigen. Wenn sie einen Gast ohne G erwischen droht da wohl eine empfindliche Strafe?
Mein Zeltplatz heute

Wie die meisten Campingplätze ist auch diese für Wohnmobile ausgelegt.





Nachdem ich mein Zelt aufgebaut habe, geht es heute ins Gösser Brauhaus, denn die Brauerei Gösser hat ihren Stammsitz in Leoben.


Heute gibt es keine Pizza, sondern Steirisches Backhendl, eine örtliche Spezialität.

Ein gelungener Abschluss des heutigen Tages.